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  • Vorsicht – zu viele Medikamente schaden!

    September 15th, 2013 in Helsana, Medikamente

    Die Zahlen erschrecken: Mehr als jeder Fünfte über 65 ist gefährdet, wegen Mehrfachmedikation von schädlichen Nebenwirkungen betroffen zu sein. Das meldet aktuell der Krankenversicherer Helsana. Basis dieser Zahlen ist eine Studie, die von Helsana zusammen mit dem Telemedizin-Anbieter Medgate und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführt wurde. Die Ergebnisse wurden im April 2013 im Fachjournal „Drugs & Aging“ publiziert.

    Polymedikation – fünf Medikamente oder mehr

    17% der nicht in Pflegeheimen untergebrachten und in der Schweiz wohnhaften Bevölkerung erhalten fünf oder mehr Medikamente über einen längeren Zeitraum, berichtet Helsana. Ein noch deutlich höherer Prozentsatz ergibt sich mit über 40% beim Blick auf die über 65-Jährigen. „Gemessen an den gängigsten Indikatoren Beers Liste und Priscus Liste erhielt jeder Zehnte über 65 Jährige (gemäss Beers Liste) oder sogar jeder Sechste (gemäss Priscus Liste) in der untersuchten Periode ein potenziell schädliches Medikament“, heisst es bei Helsana. Zur Verbesserung der Situation ist ein breites Spektrum an Interventionen auf individueller Ebene sowie auf Ebene der Bevölkerung nötig, berichtet der Versicherer weiter, der nun die Zusammenarbeit mit entsprechenden Partnern aufgenommen hat, um konkrete Lösungen für seine Kundinnen und Kunden auszuarbeiten. Basierend auf den Resultaten der Studie können gezielt Massnahmen für eine bessere Arzneimitteltherapiesicherheit getroffen werden, heisst es. Die von Helsana präsentierten Ergebnisse haben sich durch die Auswertung repräsentativer Daten von Helsana-Grundversicherten der Jahre 2008 bis 2010 ergeben.

    Nicht möglichst viel, sondern möglichst gut!

    Es kann schnell passieren, dass man im Laufe des Jahres „Medikamente sammelt“. Irgendwann wird vielleicht ein erstes Medikament auf Dauer verschrieben, irgendwann später kommt ein zweites hinzu, dann vielleicht ein drittes und ein viertes … Man sollte dafür sorgen, dass ein Arzt (eine Ärztin) von Zeit zu Zeit einen Blick auf die Gesamtheit der verschriebenen Medikamente wirft. Eventuell sollte eine Medikation dann korrigiert werden. Bisweilen sind es einfach zu viele Medikamente, die ein Einzelner einnimmt. Das bedeutet allerdings nicht, dass es unsinnig ist, die Bandbreite der von der Krankenkasse bezahlten Medikamente zu vergrössern. Bei der Helsana ist das beispielsweise durch die Krankenpflege-Zusatzversicherung TOP möglich, die auch Kosten für nicht kassenpflichtige Medikamente übernimmt.

    Die Alternativmedizin – etwa die Naturmedizin – bietet möglicherweise ebenfalls Medikamente, die gegen gesundheitliche Probleme helfen. Helsana beteiligt sich an den Kosten für alternative Medizin im Rahmen der Zusatzversicherungen „Sana“ und „Completa“. Genutzt werden sollten solche Versicherungen in Bezug auf Medikamente, um den Pool an Möglichkeiten zu vergrössern und so besseren Zugriff auf die jeweils besten Medikamente zu haben. Dafür sind solche Zusatzversicherungen sehr gut. Sie sollten allerdings nicht dazu beitragen, eine unnötige und letztlich auch gefährliche Polymedikation aus möglichst vielen Quellen zu speisen. Zusatzversicherungen sollten die Chance auf eine gute Medikation erhöhen, nicht die Gefahr einer unnötigen Vielzahl von Medikamenten.

    Quelle: helsana.ch

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