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  • Globuli werden von Kassen wieder bezahlt

    Januar 13th, 2011 in Versicherer

    Die Wirksamkeit von alternativen Heilmethoden spaltet unsere Gesellschaft und auch die Politik in zwei Lager. Die eine Seite vertraut der 300 Jahre alten Lehre, die andere Seite kann Heilpraktikerinnen und Alternativmedizinern nichts abgewinnen. Der Bundesrat hat mit seinem neusten Entscheid nun eine Art Mittelweg gefunden, der allen zu gefallen scheint.

    Bundesrat Didier Burkhalter kommt dem deutlichen Volks-Ja aus dem Jahre 2009 nach, wonach Komplementärmedizin in der Gesundheitspolitik berücksichtigt werden sollen und hebt den Entscheid seines Vorgängers im Gesundheitsdepartement Pascal Couchepin auf. 2005 strich dieser Homöopathie, Anthroposophische Medizin, Traditionelle Chinesische Medizin, Phytotherapie und Neuraltherapie aus dem Leistungskatalog der Grundversicherer. Damals kam die Die Eidgenössische Leistungs- und Grundsatzkommission (ELGK) nach einer sechsjährigen Testphase zum Schluss, dass nicht alle Kriterien über die Wirksamkeit dieser Behandlungsarten erfüllt seien. Heute noch empfielt die Kommission unter der Leitung von BAG-Vizedirektor Andreas Faller die gekippten Methoden der Komplementärmedizin nicht wieder in den Leistungskatalog aufzunehmen. Eine Empfehlung, die durch die Geschäftsprüfungskomission des Nationalrates nur drei Wochen nach der Veröffentlichung wieder umgestossen wurde.

    Ab 2012 sind die Krankenkassen nun wieder verpflichtet, diese Leistungen in der Grundversicherung zu bezahlen. Damit geht das Tauziehen um Globuli und Kräuterheilmittel in eine weitere Runde. Burkhalter stellt (wie es 1999 Couchepin schon tat) jedoch die Bedingung, dass die Wirksamkeit der alternativen Heilmethode in den kommenden sechs Jahren (also bis 2017) bewiesen werden muss. Während vereinzelte Kritiker politisches Kalkül dahinter vermuten, stösst der Entscheid in allen politischen Lagern auf breite Zustimmung. “Ein Entscheid zum Wohle der Patienten” schreibt dazu etwa der Dachverband Komplementärmedizin auf seiner Homepage.

    Folgen für die Versicherten

    Der Krankenkassenblog rät indes, Zusatzversicherungen jetzt nicht blind zu kündigen. Zuerst sei zu prüfen, ob bevorzugte Heilmethoden 2012 auch wirklich von der Grundversicherung übernommen werden. Viele Krankenkassen schnüren Alternativmedizin und andere Produkte wie Spitalzusatz in ein einziges Paket. Allenfalls ist das neue Angebot der Krankenkasse abzuwarten und auf jeden Fall muss der Kündigungstermin für Zusatzversicherungen nach VVG im Auge behalten werden.

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