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  • Steigen die Krankenkassenprämien 2012 wegen Fallpauschalen um fünf Prozent?

    Warum die Prämien im Jahr 2012 erneut enorm aufschlagen werden

    Februar 8th, 2011 in Krankenkassen News, Prämienanstieg

    Steigen die Krankenkassenprämien im nächsten Jahr um bis zu fünf Prozent? Ja, im schlimmsten Fall, prophezeit die schweizweit grösste Krankenversicherung Helsana. Nach ihren Prognosen steigen die Prämien für das Jahr 2012 um drei bis fünf Prozent. Grund: In rund 300 Tagen tritt die neue Spitalfinanzierung und somit die neue Fallpauschale in Kraft. Aber auch der Präsident der Swiss DRG AG, Carlo Conti, rechnet mit einem Mindestanstieg der Prämien um zwei Prozent.

    Ab dem Jahr 2012 werden die Spitäler neu für ihre Leistungen mit einer Pauschale entlöhnt. Im Fachjargon wird diese Fallpauschale DRG (Diagnosis Related Groups) genannt. Bei diesem Abrechnungsmodell werden die Patienten nicht mehr nach Anzahl Spitaltage, sondern nach den von den Kliniken erbrachten Leistungen bemessen. Das Ziel der Fallpauschale ist mehr Transparenz unter den Spitälern zu schaffen, was schlussendlich den Wettbewerb und somit die Qualität der Spitäler fördern soll.

    Die Einführung der Fallpauschalen haben für Spitäler ihren Reiz: Um möglichst viele Patienten behandeln zu können, werden wohl in Zukunft mehr ambulante als stationäre Behandlungen durchgeführt, um effizienter zu wirtschaften. Der medizinische Fortschritt ermöglicht es eigentlich heute schon, immer mehr Krankheiten und Behandlungen ambulant zu behandeln.

    Je weniger der Kanton bezahlt, desto mehr steigen die Prämien
    Die Zunahme an ambulanten Behandlungen in Arztpraxen und Spitäler führt zwingendermassen zu steigenden Prämien bei den Versicherten. Dies, weil sich bei stationären Behandlungen die Kantone ab 2012 mindestens mit 55 Prozent beteiligen müssen. Die ambulanten Behandlungen hingegen werden voll den Krankenkassen belastet, was sich natürlich beim Versicherten bemerkbar macht.

    Mit den Fallpauschalen beteiligen sich die Krankenkassen zu maximal 45 Prozent an den Investitionskosten bei stationären Leistungen der Spitäler. Dies allein kann zu einem Prämienschub von zwei bis drei Prozent führen.

    Mit der Einführung der Fallpauschalen werden die Spitäler aber auch gezwungen, die Kosten in den Griff zu bekommen. Dies aus dem Grund, weil die öffentlichen Spitäler bisher kaum einen Anreiz zum Sparen hatten. Es wurden diejenigen Spitäler belohnt, welche ihre Patienten möglichst lange im Spitalbett beliessen. Nun scheidet aber mit den Fallpauschalen die Defizitgarantie dahin.

    Prämien vergleichen lohnt sich jetzt erst recht
    Dass die Kosten für die Einführung der Fallpauschaulen auf die Prämien der Versicherten abgewälzt wurden, war nicht anders zu erwarten. Doch damit Sie die Kosten für die Prämien in Griff halten können, lohnt es sich besonders, die Prämien und Leistungen der verschiedenen Krankenversicherungen zu vergleichen. Hierfür gibt es praktische Internetvergleichsdienste und Krakenkassen-Prämienrechner.

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