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  • Reisekrankheit: Was tun bei Übelkeit beim Fahren!

    August 18th, 2015 in Krankenkassen News

    Die Anreise gehört bei einem Urlaub in der Regel nicht zu dem, worauf man sich am meisten freut. Probleme verursacht sie oft aber auch keine. Anders wird die Sache, wenn die Reisekrankheit auftritt und beispielsweise zu Übelkeit und Erbrechen führt.

    Reisekrankheiten, zu denen auch die Seekrankheit zählt, kommen keineswegs nur bei der Anreise vor. Sie entstehen durch eine Störung des Gleichgewichtssinns aufgrund der Bewegung von Transportmitteln wie Auto, Schiff, Flugzeug oder Bahn. Das bedeutet: Auch mitten im Urlaub kann etwa ein Ausflug mit dem Bus oder Boot dazu führen, dass man an der Reisekrankheit leidet.

    Behandeln kann man die Krankheit mit Medikamenten, aber auch die Alternativmedizin bietet Möglichkeiten. Und neben Behandlungsformen, die bei einer akut auftretenden Reisekrankheit sinnvoll sind, kann man auch vorbeugende Massnahmen treffen, um das Risiko eines Auftretens zu reduzieren.

    Ein paar Worte zur Reisekrankheit

    Die Reisekrankheit wird auch Kinetose genannt, wobei diesem Begriff das griechische Wort für „bewegen“ zugrunde liegt. Sie kann in unterschiedlichen Schweregraden auftreten. Der Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer (RVK) beschreibt in einem Artikel mit dem Titel „Reisekrankheit: Es trifft nicht jeden!“ für leichte Formen der Reisekrankheit Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und allgemeines Desinteresse (Lethargie) sowie bisweilen ebenfalls auftretende Kopfschmerzen und ein häufiges zwanghaftes Schlucken. Bei den schweren Varianten der Reisekrankheit kommt es dagegen zu Symptomen wie Übelkeit mit Erbrechen, abfallendem Blutdruck und Hyperventilation bis hin zu einem Kreislaufkollaps, schreibt der Verband.

    Auftreten kann die Reisekrankheit bei Fahrten mit nahezu jeder Art von Fortbewegungsmittel auf Strassen, Schienen, zu Wasser oder in der Luft. Treffen kann es zwar nicht alle, aber sehr viele Menschen. Laut RVK sind 10% der Menschen immun gegen die Reisekrankheit. Auf der anderen Seite gibt es fünf bis 15% Menschen, die bereits bei leichtem Seegang oder beim Autofahren Probleme bekommen. Verstärkende Faktoren können bei der Reisekrankheit Angst und Stress sein.

    Der Gleichgewichtssinn ist gestört

    Ursache für die Reisekrankheit ist ein gestörter Gleichgewichtssinn. Das Problem ist die vom Gleichgewichtsorgan im Innenohr registrierte Bewegung, die von Sinnesorganen wie den Augen weniger stark bis gar nicht wahrgenommen wird, Hier entsteht eine Diskrepanz. Sie kann soweit führen, dass man beispielsweise im Auto sitzt und liest und dabei mit den Augen keine Bewegung registriert, während das Gleichgewichtsorgan die Bewegung des Autos sehr deutlich wahrnimmt. Die Reisekrankheit tritt nicht nur bei Menschen auf. Haustiere können übrigens ebenfalls an der Reisekrankheit leiden. Auch bei ihnen treten beispielsweise während einer längeren Autofahrt bisweilen Übelkeit und Erbrechen auf, wobei Stress und Angst die Symptome wie beim Menschen verschärfen können. Sensible Hunde sollte man deshalb beispielsweise vor längeren Fahrten desensibilisieren, indem man sie langsam an längere Fahrtzeiten gewöhnt. Zudem sollte man die Fahrten öfters für Pausen unterbrechen, was natürlich auch den Menschen im Auto gut tut. Experten empfehlen auch, den Hund zwölf Stunden vor einer längeren Fahrt nicht mehr zu füttern. Medikamente können dem Hund ebenfalls helfen. Einerseits kommen hier Beruhigungsmittel infrage, andererseits Medikamente gegen die Übelkeit.

    Was kann man gegen Reisekrankheit tun?

    Auch bei Menschen, die an der Reisekrankheit leiden, sind natürlich Medikamente oft eine gute Wahl. Das Portal Netdoktor.de nennt hier für die Behandlung von Patienten mit einer Reisekrankheit die Wirkstoffe Scopolamin, Meclozin, Cinnarizin und Dimenhydrinat. Die Alternativmedizin, etwa die Homöopathie, hält ebenfalls passende Präparate bereit, die gegen Reisekrankheiten helfen sollen.

    Wer auf homöopathische Präparate setzt, kann eventuell auch ohne eine Zusatzversicherung auf eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse bauen. Die Homöopathie gehört zumindest vorübergehend zu den Varianten der Alternativmedizin, die von der Obligatorischen Grundversicherung bezahlt werden. Bei vielen anderen Zweigen der Alternativmedizin beteiligen sich die Krankenversicherer dagegen nur im Rahmen passender Zusatzversicherungen an den Kosten.

    Neben Medikamenten sind auch einige Verhaltensweisen dazu geeignet, das Risiko einer Reisekrankheit zu reduzieren. Bei auftretenden Symptomen wird unter anderem dazu geraten, mit den Augen einen Punkt in der Ferne zu fixieren, nicht während Fahrten zu lesen und den Kopf aufrecht zu halten, ihn also nicht hektisch zu bewegen. Die zweite Strategie neben Massnahmen, um akut auftretende Symptome der Reisekrankheit abzuschwächen, ist die Vorbeugung. Experten raten beispielsweise dazu, vor längeren Reisen auf Alkoholgenuss sowie auf allzu fetthaltige Mahlzeiten zu verzichten.

    Bei alledem gilt jedoch: Keine Massnahme ist ein bei allen Menschen ein absolut sicher wirksames Mittel gegen die Reisekrankheit. Man muss ein bisschen ausprobieren, was einem selbst am besten hilft. Und insbesondere bei stärkeren Symptomen sollte man auch einen Arzt aufsuchen, um andere Ursachen als die Reisekrankheit auszuschliessen.

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