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  • Hilfe aus der Natur: Heilpflanzen und ihre Wirkung

    Mai 23rd, 2016 in Krankenkassen News

    Der Waldmeister – Galium odoratum

    Der Waldmeister wirkt als Heilpflanze entzündungshemmend, stimmungsaufhellend sowie leicht schmerzlindernd und wird in erster Linie als sanftes Hausmittel gegen Migräne oder Kopfschmerzen verwendet. Darüber hinaus hat er leicht beruhigende und krampflösende Eigenschaften, weshalb man ihn auch bei Schlafstörungen, nervöser Unruhe oder bei Menstruationsbeschwerden einsetzt.

    Für die therapeutische Behandlung wird in der Regel das blühende Kraut zu einem Tee verarbeitet. Der Hauptwirkstoff ist Cumarin, das auch für den typischen Waldmeister-Duft verantwortlich ist. Zudem sind noch weitere Wirkstoffe wie Asperulosid, Monotropein, Gerb- und Bitterstoffe in der Heilpflanze enthalten.

    Der Waldmeister ist vor allem in Laubwäldern Nord- Mittel und Osteuropas sowie in den westlichen Teilen Asiens Zuhause. Er gedeiht besonders gut auf nährstoffreichen und lehmhaltigen Böden und kommt sogar in Höhenlagen von bis zu etwa 1600 Metern vor.

    Waldmeister in der medizinischen Geschichte

    Bereits die Germanen schätzten das Aroma des Waldmeisters und würzten ihr Bier mit dem duftenden Kraut. Auch die bekannte Maibowle ist keine neuzeitliche Erfindung. Bereits 854 bereitete der Benediktinermönch Wandalbertus im Kloster Prüm eine solche Bowle aus Wein, Sekt und Waldmeisterkraut zu und pries das Getränk als beruhigendes und krampflösendes Heilmittel. Im 18. Jahrhundert erfreute sich der Waldmeister ebenfalls grosser Beliebtheit. So schwor beispielsweise Stanislav Leszczyński, der König von Polen und Grossfürst von Litauen, auf die heilenden Kräfte des Krauts. Laut seiner Aussagen verdankte er der wohlschmeckenden Heilpflanze sogar seine Kraft und Gesundheit.

    Anwendung

    Viele Heilpflanzen kann man innerlich wie äusserlich einsetzen. Das gilt auch für den Waldmeister, der als Tee (innerlich) und für Umschläge (äusserlich) genutzt wird.

    Innerliche Anwendung des Waldmeisters

    Zu therapeutischen Zwecken wird Waldmeister in der Regel getrocknet und dann als Tee aufgegossen. Das im Waldmeister enthaltene Cumarin lindert dann (richtig dosiert) Kopfschmerzen und Migräne. Zudem sorgt der hohe Cumaringehalt der Heilpflanze auch für krampflösende sowie stimmungsaufhellende Eigenschaften der Pflanze, sodass auch Regelschmerzen mit Waldmeister behandelt werden. Darüber hinaus kann man leichte Schlafstörungen und nervlich bedingte Unruhe mit Waldmeister therapieren.

    Äusserliche Verwendung von Waldmeister

    Die Heilpflanze lässt sich auch äusserlich einsetzen, um Hautkrankheiten zu lindern. Die Wirkstoffe Cumarin, Asperulosid und Monotropein wirken antibakteriell und die Gerbstoffe adstringierend. Adstringierende Stoffe können so mit den Eiweissen auf der Haut und/oder Schleimhaut reagieren, dass sich eine Schutzschicht bildet. Dadurch kann sich der Einsatz von Waldmeister positiv auf den Heilungsverlauf von Hautproblemen wie Ekzemen oder Furunkeln auswirken sowie die Wundheilung unterstützen. Zur Behandlung der Hautkrankheiten bereitet man einen Umschlag, der zuvor mit einem Waldmeister-Aufguss getränkt wurde. Alternativ verwendet man das getrocknete Kraut als Badezusatz.

    Behandlung mit Waldmeisterextrakt: Was muss man beachten?

    Aufgrund des hohen Cumaringehalts der Pflanze kann eine Überdosierung zu Kopfschmerzen, Übelkeit oder gar Erbrechen führen. Zudem sollte man die Heilpflanze nicht längerfristig einnehmen, da ansonsten eventuell Leberschäden entstehen.

    Die medizinische Therapie mit der Heilpflanze

    In der medizinischen Praxis nennt man die Therapie mit Heilpflanzen auch Phytotherapie. Sie gehört zu den komplementärmedizinischen Massnahmen, deren Kosten derzeit in der Schweiz von der Grundversicherung übernommen werden, sofern bestimmte Voraussetzungen dafür gegeben sind.

    Bei vielen weiteren alternativmedizinischen Behandlungen beteiligen sich die Krankenkassen dagegen nur dann an Kosten, wenn der Versicherungsnehmer eine entsprechende Zusatzversicherung abgeschlossen hat. Wer häufiger auf Alternativmedizin setzt, sollte sich deshalb überlegen, ob er solch eine Zusatzversicherung abschliesst.

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