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  • Hilfe aus der Natur: Heilpflanzen und ihre Wirkung

    März 7th, 2016 in Krankenkassen News

    Echter Augentrost – Euphrasia officinalis

    Der Augentrost gehört zu den Heilpflanzen. Er wirkt entzündungshemmend und antibakteriell und wird überwiegend zur Behandlung von Augenbeschwerden wie Entzündungen des Lidrands oder der Bindehaut sowie bei Ermüdungserscheinungen der Augen eingesetzt.

    Die medizinisch wirksamen Bestandteile der Heilpflanze sind vor allem entzündungshemmende Iridoidglykoside wie Aucubin, Catalpol oder Euphrosid. Darüber hinaus sind für die therapeutische Behandlung noch weitere in der Pflanze enthaltenen Substanzen wie Gerbstoffe, Phenolcarbonsäuren (unter anderem Kaffeesäure und Vanillesäure), sowie diverse Lignane und Flavonoide von grosser Bedeutung.

    Die Euphrasia officinalis ist vor allem in Mittel- sowie Süd-, West- und Osteuropa heimisch und wächst dort bevorzugt auf Wiesen und Weiden. Sie gedeiht sogar in Höhenlagen bis knapp über 2000 Metern. Verschiedene weitere Arten des Augentrosts sind weltweit verbreitet.

    Geschichte der therapeutischen Nutzung von Augentrost

    Der Name „Euphrasia“ ist die lateinische Form des ursprünglichen altgriechischen Wortes „Euphrosine“, das übersetzt „Freude“ oder „Fröhlichkeit“ bedeutet. Dabei bezieht sich der botanische Name wohl weniger auf die Freude über die gesundheitsfördernden Eigenschaften der Pflanze, als eher auf das schöne Erscheinungsbild der hübschen Blüten. Sie weisen optisch selbst eine gewisse Ähnlichkeit zu Augen auf.

    Bereits dem antiken Arzt Dioskurides waren die heilsamen Eigenschaften der Pflanze bekannt und so empfahl er sie als Zusatz für Augenwässer. Dass der Augentrost auch im Mittelalter traditionell gegen Augenkrankheiten eingesetzt wurde, erfährt man aus vielen Heilpflanzen-Büchern. In der damaligen Literatur wurde das Heilkraut in mehreren Abhandlungen über die Kräuterkunde ausführlich behandelt. Der spanische Arzt und Pharmazeut Arnaldus de Villanova (um 1235-1311) war ein so grosser Fan des Augentrosts, dass er ihm sogar ein ganzes Buch gewidmet hat.

    Eines der ausführlichen und bedeutenden Werke, die die Heilpflanze in dieser Epoche erwähnen, ist daneben das im Jahr 1485 verfasste Mainzer Kräuterbuch Gart der Gesundheit. Zudem berichteten viele kräuterkundige Gelehrte wie beispielsweise der Arzt, Botaniker und Theologe Hieronymus Bock (1498-1554) und sein Zeitgenosse, der Arzt, Alchemist und Philosoph Paracelsus (1493-1541), über die heilsamen Effekte des Krauts.

    Anwendung von Augentrost

    Wie viele andere Heimpflanzen, kann man auch Augentrost in der Medizin innerlich wie äusserlich anwenden.

    Äusserliche Anwendung von Augentrost

    Zur Behandlung mit Augentrost werden alle oberirdischen Teile des blühenden Krauts herangezogen. Dabei kann man sowohl die frische als auch die getrocknete Pflanze verwenden. Die Iridoidglykoside wirken entzündungshemmend. Den Phenolcarnonsäuren sowie den Flavonoiden hat die Heilpflanze dagegen ihre antibakteriellen Eigenschaften zu verdanken.

    In erster Linie setzt man den gemeinen Augentrost zur Behandlung von Augenentzündungen ein sowie bei Anzeichen von Ermüdung und Überbeanspruchung wie beispielsweise beim Brennen und Tränen der Augen. Hierfür eignen sich insbesondere Tinkturen für Umschläge oder Augenbäder. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Extrakte möglichst keim- und schwebeteilchenfrei sind. Es ist daher ratsam, auf Fertigpräparate zurückzugreifen, die in Apotheken erhältlich sind.

    Innerliche Anwendung von Augentrost

    Als Teeaufguss wirkt der echte Augentrost schleimlösend gegen Husten und Heiserkeit. Aufgrund seines hohen Gehalts an Bitterstoffen kann man Augentrost-Extrakte zusätzlich zur milden Behandlung bei Verdauungsbeschwerden heranziehen. Durch das Extrakt wird sowohl die Verdauung als auch die Bildung des Gallensafts angeregt.

    Medizinische Therapie

    In der therapeutischen Praxis ist die Phytotherapie derzeit eine der komplementärmedizinischen Massnahmen, deren Kosten unter bestimmten Voraussetzungen von der Grundversicherung übernommen werden. Für viele andere alternativmedizinische Therapien erhält man von der Krankenkasse allerdings nur unter der Voraussetzung einen Zuschuss, dass man eine entsprechende Zusatzversicherung abgeschlossen hat. Sollte man häufiger auf alternativmedizinische Massnahmen setzen, kann solch eine Zusatzversicherung eine gute Wahl sein.

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