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  • Hilfe aus der Natur: Heilpflanzen und ihre Wirkung

    Januar 29th, 2016 in Krankenkassen News

    Löwenzahn – Taraxacum officinale

    Der gemeine Löwenzahn wird in erster Linie als ein harntreibendes Mittel eingesetzt. Zudem wirkt er verdauungsfördernd, weshalb man ihn auch gerne zur Behandlung von Verdauungsstörungen wie beispielsweise Blähungen oder Völlegefühl heranzieht.

    Als therapeutisch wirksame Bestandteile verwendet man sowohl die frischen als auch die getrockneten Blätter und die Wurzeln der Heilpflanze. Die darin enthaltenen Hauptwirkstoffe sind die Bitterstoffe Sesquiterpenlactone und Triterpene sowie ein Phenolcarbonsäurederivat. Ausserdem haben auch die hohen Konzentrationen des Krauts an Kalium und Inulin heilsame Eigenschaften.

    Die ursprüngliche Heimat des Löwenzahns liegt in Asien und Europa. Mittlerweile findet man die Pflanze aber auf der gesamten nördlichen Erdhalbkugel. Das Heilkraut ist sehr zäh und stellt daher nicht allzu anspruchsvolle Anforderungen an die Bedingungen seines Standortes. So gedeiht es nicht nur am Wegesrand wie auf Wiesen und Feldern, sondern auch auf Schuttplätzen und in Mauerritzen. Es ist daher quasi allgegenwärtig, sodass die meisten Menschen es vor allem als Unkraut ansehen.

    Geschichte der therapeutischen Nutzung von Löwenzahn

    Bereits in der Antike wurde der Löwenzahn sowohl im griechischen als auch im arabischen Raum als Heilmittel genutzt. Man vermutet, dass die botanische Bezeichnung Taraxacum auf die griechischen Wörter taraxis (Augenentzündung) und akeomai (ich heile) zurückzuführen ist. Demzufolge wurde die Pflanze vor allem dazu eingesetzt, Augenleiden zu heilen. Zudem wurde Löwenzahn bereits in der Antike auch als Arznei gegen Magenbeschwerden eingesetzt.

    Im Mittelalter war die Pflanze ebenfalls ein überaus geschätztes Heilkraut. So galt der Löwenzahn damals als beliebtes Mittel gegen Magenprobleme und Verdauungsstörungen: Das haben die beiden Botaniker und Mediziner Jacobus Theodorus und Hieronymus Bock berichtet. Die heilkundige Äbtissin Hildegard von Bingen schwor ausserdem auf die Wirkung von Löwenzahn bei Blutreinigungskuren.

    Anwendung von Löwenzahn

    Löwenzahn kann man, wie viele Heilpflanzen, äusserlich wie innerlich anwenden.

    Innerliche Anwendung von Löwenzahn

    Löwenzahn wird innerlich vorzugsweise als harntreibendes Mittel eingesetzt. Die entwässernden Eigenschaften schreibt man dem hohen Kaliumgehalt der Pflanze zu. Die reichlich im Löwenzahn enthaltenen Bitterstoffe regen darüber hinaus den Gallenfluss sowie die gesamten Verdauungsprozesse an. Daher wird das Heilkraut auch gerne bei Verdauungsstörungen wie zum Beispiel Völlegefühl, Blähungen oder Appetitlosigkeit verabreicht.

    Löwenzahn nimmt man zu medizinischen Zwecken in der Regel als Teeaufguss oder Pressaft ein. Darüber hinaus gibt es für eine bequemere Einnahme allerdings auch zahlreiche Fertigarzneimittel auf dem Markt.

    Äusserlich Anwendung von Löwenzahn

    Der milchige Saft der Pflanze kann den Juckreiz bei Insektenstichen lindern, wenn man ihn auf die betroffenen Hautpartien aufträgt. Zudem haben die entzündungshemmenden und antibakteriellen Effekte des Löwenzahnsafts einen positiven Effekt auf den Heilungsprozess von kleinen Wunden.

    Warnhinweis

    Bei allzu häufigem Kontakt mit dem Saft kann es zu einer Kontaktdermatitis kommen. Liegt ein Verschluss der Gallenwege oder des Darms vor, sollte man vorsichtshalber auf die Anwendung von Löwenzahn-Präparaten verzichten, da die Einnahme ansonsten zu Koliken führen könnte. Leidet ein Patient unter Gallensteinen, sollte er vor der Verwendung der Heilpflanze einen Arzt konsultieren.

    Medizinische Therapie

    In der therapeutischen Praxis wird die Pflanzenheilkunde auch Phytotherapie genannt. Sie gehört zu denjenigen alternativmedizinischen Therapien, deren Kosten in der Schweiz derzeit unter bestimmten Voraussetzungen von der Grundversicherung übernommen werden. Für viele andere Methoden der Alternativmedizin erhält man von der Krankenkasse allerdings nur unter der Voraussetzung einen Zuschuss, dass man eine entsprechende Zusatzversicherung abgeschlossen hat. Je nachdem, wie intensiv man auf die Alternativmedizin setzt, kann sich der Abschluss solch einer Versicherung lohnen.

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