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  • Schon bald Internetpranger für unseriöse Krankenkassen?

    Juni 5th, 2011 in Gesetze / Regulierung

    Der Dachverband der schweizerischen Krankenkassen, santésuisse, will mit einem Meldeformular Krankenkassen, die verbotenen Telefonterror betreiben, an den Kragen.

    „Guten Tag. Sie sind sicher daran interessiert, weniger Krankenkassenprämien zu bezahlen? Bei welcher Kasse sind Sie versichert? Ich kann Ihnen mit Sicherheit ein günstigeres Angebot unterbreiten.“ So tönt es täglich in Schweizer Haushalten, wen Krankenkassen auf Kundensuche gehen. Nervig! Bisher hatte man nur die Möglichkeit, der Versicherungsdame, dem Versicherungsherrn oder dem Makler zuzuhören oder das Telefongespräch mehr oder weniger höflich beenden.

    Damit soll jetzt aber Schluss sein. Zumindest wenn es nach santésuisse geht. Ab sofort haben genervte Anrufer die Möglichkeit, fehlbare Kassen an den Internet-Pranger zu stellen. Möglich macht  dies ein Meldeformular von santésuisse, welches auf seiner Webseite aufgeschaltet ist. Denn seit dem 1. Juni gilt der Ehrenkodex, welcher Krankenkassen die „telefonische Kaltakquise“ für die Grundversicherung verbietet. Erlaubt bleiben lediglich Beratungen für Zusatzversicherungen und Anrufe von Krankenkassen, bei denen der Versicherte innerhalb der letzten fünf Jahre grundversichert war.

    Mit dem Meldeformular lästigen Anrufen entgegen wirken

    Und so funktioniert die Beschwerde im Internet: Erhält man von einem Telefonmakler trotz Verbot einen Anruf für ein Angebot der Grundversicherung, kann man das Meldeformular von santésuisse auf deren Webseite ausfüllen. Das Formular ist seit anfangs Juni aufgeschaltet. Damit der Dachverband seine eigenen Mitglieder nicht beschuldigt, müssen detaillierte Angaben zur Versicherung oder zum Makler gemacht werden. Nur wenn die Angaben auf dem Meldeformular korrekt und vollständig sind, nimmt santésuisse Kontakt mit der entsprechenden Krankenkasse auf.

    Die gemeldeten Krankenkassen werden vom Dachverband regelmässig zusammengeführt und auf der Internetseite von santésuisse veröffentlicht. Nach Angaben des Dachverbands wird die Liste frühestens in drei Monaten erstmals aufgeschaltet. Denn zuerst muss einmal geschaut werden, wie das Meldeformular genutzt wird.

    Sanktionen bleiben aus

    Santésuisse kann allerdings nicht gegen die fehlbaren Krankenkassen vorgehen und somit bleiben Sanktionen aus. Doch die Wirkung, öffentlich an den Pranger gestellt zu werden, dürfte abschrecken genug sein.

    Quelle: 20min.ch

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