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  • Chia-Samen. Kleine Kraftspender aus Mexico

    Dezember 24th, 2015 in Krankenkassen News

    Sogenannte Superfoods sind zur Zeit in aller Munde. Eins dieser Nahrungsmittel ist Chia, das im botanischen Sinne zu den Salbeigewächsen zählt und ursprünglich aus Mexico und Guatemala kommt. Inzwischen wird die Chia-Pflanze vielerorts in Südamerika kultiviert und auch in Australien sowie Asien baut man sie heutzutage an.

    Chia bedeutet übersetzt „Stärke“. Bereits die Mayas und Azteken ernährten sich mit diesem Pseudogetreide und hielten sich mit ihm körperlich und geistig fit. Insbesondere Menschen wie Boten und Krieger, die hohe körperliche Anstrengungen zu bewältigen hatten, wurden ausgiebig mit den kleinen kraftspendenden Körnern versorgt. Inzwischen haben sich die Vorzüge des Superfoods auch in Europa rumgesprochen und so haben die Samen die Regale unserer Bio-Märkte und Reformhäuser erobert.

    Was macht Chia so besonders?

    Die eher unscheinbar wirkenden kleinen Körner sind wahre Nährstoffbomben. Zunächst einmal enthalten sie etwa 20 Gramm Eiweiß auf 100 Gramm Gesamtgewicht. Damit liefern sie durchschnittlich doppelt so viele Aminosäuren wie die meisten Getreidearten oder andere Samensorten. Auch Calcium haben die kleinen Chia-Samen ordentlich im Gepäck und zwar etwa fünfmal so viel wie Milch.

    Hinzu kommt, dass das Superfood den dreifachen Gehalt an Eisen im Vergleich zu Spinat besitzt und zusätzlich noch mit besonders viel Kalium punkten kann. Dessen Gehalt ist doppelt so hoch wie bei einer entsprechenden Menge Bananen. Schließlich erhält man während jeder Mahlzeit, in der die Samen enthalten sind, auch noch eine ordentliche Portion an Magnesium, Zink, Vitamin-B, Niacin sowie Vitamin C und weiteren Antioxidantien.

    Doch es gibt noch mehr über Chia zu berichten. Da die Körner zu einem guten Teil aus Ballaststoffen bestehen, unterstützen sie zusätzlich das Verdauungssystem und machen darüber hinaus auch lange satt. Chia-Samen können nämlich extrem viel Wasser aufnehmen und quellen in Verbindung mit Flüssigkeit extrem stark auf. Dadurch sind sie beispielsweise mit dem Flohsamen vergleichbar.

    Gibt es auch Nachteile?

    Ein möglicher Nachteil von Chia ist der verhältnismäßig hohe Energiewert der Chia-Samen von ungefähr 440 Kilokalorien pro 100 Gramm. Die Körnchen bestehen nämlich zu fast einem Drittel aus Fett. Allerdings handelt es sich hierbei um essenzielle Fettsäuren, unter anderem um die für den Körper so wichtigen Omega3-Fettsäuren. Da sie nur in wenigen Lebensmitteln vorhanden sind, trägt gerade dieser Fettgehalt wiederum maßgeblich dazu bei, dass die Chia-Samen als überaus wertvolles Lebensmittel gelten.

    Zudem muss man bedenken, dass in den meisten Fällen das bereits gequollene Produkt verzehrt wird und dass sich durch die extrem stark sättigende Wirkung des Chia der hohe Energiewert ohnehin weitgehend relativiert. Das Risiko, den Körper durch Chia mit Nahrung überzuversorgen, ist daher relativ gering.

    Wie verwendet man Chia-Samen?

    Die Verwendungsmöglichkeiten dieses Superfoods sind sehr vielseitig. Hier sind einige Beispiele:

    Chia-Gel oder Chia-Pudding

    Um ein Chia-Gel oder einen Chia-Pudding herzustellen, gibt man ungefähr drei Esslöffel in etwa 200 Milliliter Flüssigkeit wie Milch, Buttermilch, Mandelmilch oder Sojamilch und lässt diese Mischung mindestens eine Stunde im Kühlschrank stehen. Es empfiehlt sich, das Gemisch innerhalb der ersten 10 bis 15 Minuten immer wieder einmal umzurühren, da die Samen ansonsten unter Umständen stark aneinanderkleben und der Pudding sonst ungleichmäßig wird.

    Wer mag, kann während des Umrührens auch Vanille oder Zimt hinzufügen oder die Masse eventuell süßen. Im Idealfall lässt man die Körner komplett über Nacht quellen, so hat man gleich sein Frühstück für den nächsten Morgen parat. Den Pudding kann man mit Obst genießen und/oder wahlweise Joghurt, Haferflocken oder Nüsse hinzugeben. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

    Chia-Smoothies und weitere Chia-Nahrung

    Fans von Power-Drinks können Chia-Samen auch Smoothies sowie Frucht- und Obstsäften hinzufügen. So erhält man einen besonders gut sättigenden Frühstücksdrink. Geben Sie dafür einfach einen bis zwei Teelöffel Chia-Samen in ein Glas Saft und rühren Sie um. Nach 10 Minuten ist der kraftspendende Trank fertig. Roh kann man die Samen ebenfalls verwenden, indem man sie zu Müsli, Joghurt oder Quarkspeisen hinzugibt. Hier eignen sie sich insbesondere als Topping. Durch den quellenden Effekt sollte man allerdings auf eine ausreichende Aufnahme an Flüssigkeit achten, insbesondere wenn die Samen roh verzehrt werden.

    Hinweis: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit empfiehlt, nicht mehr als 15 Gramm unverarbeitete Chia-Samen täglich zu sich zu nehmen.

    Wer sich noch intensiver mit gesunder Ernährung beschäftigen möchte und außerdem weitere Rezepte und Tipps sucht, für den könnte eine Ernährungsberatung interessant sein. Sie lohnt sich insbesondere, wenn man eine entsprechende Zusatzversicherung zur Krankenkassen-Grundversorgung abgeschlossen hat, denn dann beteiligt sich die Krankenkasse an den Kosten. Diese Kostenbeteiligung ist alleine sicherlich noch kein ausreichender Grund, solch eine Zusatzversicherung abzuschließen. Sind aber auch andere Leistungen solch einer Versicherung interessant, sollte man über den Abschluss der Versicherung nachdenken.

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