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  • Alternativmedizin – ein paar Worte zu … Aromatherapie

    Januar 18th, 2014 in Krankenkassen News

    Wenn die Geschichte so stimmt, hat die Aromatherapie ihre „Geburt“ einer Explosion zu verdanken. Heute gehört sie zu den alternativmedizinischen Therapien, an deren Kosten sich zwar nicht die Obligatorische Grundversicherung beteiligt, wohl aber manch eine Zusatzversicherung. Aroma-Therapeuten bezeichnen die Aromatherapie beispielsweise als hilfreich bei Stress, Schlaflosigkeit, Erkältung, Magen- und Kopfschmerzen sowie depressiven Verstimmungen.

    Die Anfänge der Aromatherapie

    Im Prinzip ist Aromatherapie die Nutzung ätherischer Öle für therapeutische Zwecke. Solch eine Nutzung ist keineswegs völlig neu, sondern kam bereits in der Antike vor. Die moderne Aromatherapie ist allerdings deutlich jünger. Als ihr Vater gilt René-Maurice Gattefossé, der als Chemiker Kosmetik und Parfüm herstellte. Irgendwann im Jahr 1910 soll es in seinem Labor eine Explosion gegeben haben, bei der Gattefossé verletzt wurde. Glaubt man der Geschichte, hat er seine Wunden anschliessend ganz spontan mit Lavendelöl versorgt. Und das war – der Geschichte nach – genau die richtige Entscheidung: Seine Wunden heilten schnell heilten und hinterliessen keine Narben. Nach diesem Erfolg soll Gattefossé weiter über die therapeutische Wirkung ätherischer Öle geforscht und auch diverse Produkte für „seine“ Aromatherapie entwickelt haben. Weiterentwickelt wurde diese Therapie beispielsweise von der Kosmetiklehrerin Marguerite Maury.

    Die Wirkung der Aromatherapie

    Die heutige Aromatherapie gehört zur Pflanzenheilkunde (Phytotherapie), wobei es stets um den Einsatz ätherischer Öle geht. In einem Artikel der Süddeutschen Zeitung (SZ) aus 2010 war von rund 80 unterschiedlichen Duftölen die Rede, die für Aromatherapie verwendet und entweder in den Körper einmassiert oder verdampft und eingeatmet werden. Die SZ wies allerdings auch auf Probleme der Aromatherapie hin: Einerseits gibt es unterschiedliche Aussagen bezüglich der Wirkung ein- und desselben ätherischen Öls in den Lehrbüchern, schrieb die Zeitung, andererseits würden teils wissenschaftliche Nachweise für die Wirkungen fehlen, die einer Aromatherapie nachgesagt werden. Zwar gibt es durchaus nachgewiesene spezifische Wirkungen diverser ätherischer Öle wie etwa die Linderung von Reizhusten durch Muskat- oder Zitronenöl, hiess es in der SZ. Andere Wirkungen, die ätherischen Ölen bei der Aromatherapie nachgesagt werden, sind nicht unmöglich, gelten aber nicht als gesichert im wissenschaftlichen Sinne. Das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man sich für Aromatherapie entscheidet: Je nach Leiden, das man kurieren möchte, sollte sie nur Ergänzung anderer Therapien sein.

    Zusatzversicherungen übernehmen bisweilen Teile der Kosten

    Die Kosten für eine Aromatherapie werden, wie die Kosten der meisten anderen alternativen Heilmethoden, nicht von der Obligatorischen Grundversicherung übernommen. Sehr wohl greift aber manch eine Zusatzversicherung. Voraussetzung für eine Kostenübernahme ist bei passenden Versicherungen in der Regel, dass sich der Versicherte an einen von der Krankenkasse anerkannten Therapeuten wendet. Das ist bei der Aromatherapie auch gut so. Bei manch einem ätherischen Öl ist es nämlich wichtig, die Dosierung besonders sorgfältig zu wählen, weil ansonsten möglicherweise Nebenwirkungen auftreten. Sie können insbesondere, aber nicht nur bei Gruppen wie Schwangeren und Kindern entstehen und das Risiko steigt, wenn Therapeuten ohne ausreichendes Wissen therapieren. Durch ihre Beschränkungen sorgen Krankenkassen deshalb dafür, dass ihre Patienten auf qualifizierte Therapeuten treffen.

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