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  • Gesundheitssystem Grundlagen

    Einführung zum Schweizer Gesundheitssystem

    Das wesentliche Grundwissen über das Gesundheitssystem Schweiz finden Sie bereits in den Ausführungen zur Grund- und Zusatzversicherung. Doch was steckt alles dahinter, dass dieses Gesundheitssystem auch funktioniert? Einerseits müssen die Prämien bezahlbar bleiben, andererseits muss die medizinische Grundversorgung von den Versicherungsträgern auch finanziert werden können. Zudem hat das Gesundheitssystem Schweiz Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft. Denn, wie Sie ebenfalls den Ausführungen zur Grundversicherung entnehmen können, wird die Grundversorgung unter anderem aus Steuergeldern finanziert. Weiterhin wird der Arbeitsmarkt durch die Gesundheit der Arbeitskräfte massgeblich beeinflusst. Unter diesen Hintergründen hat es sich das Bundesamt für Gesundheit zur Aufgabe gemacht, das Schweizer Gesundheitssystem zu optimieren.

    Das BAG versteht sich als vermittelndes Organ zwischen Bundesstellen, Kantonen und Versicherten. Eine Aufgabe des BAG ist es, gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Belange unter gesundheitspolitischen Aspekten in Einklang zu bringen, um das Gesundheitssystem Schweiz aufrecht zu erhalten. Zu diesem Zweck werden der Istzustand und der Sollzustand einander gegenübergestellt.

    Der Istzustand im Schweizer Gesundheitssystem umfasst die statistisch erfassten Daten medizinischer Behandlungen auf nationaler Ebene und deren Finanzierung. In den Sollzustand fliessen die erwarteten gesundheitlichen Tendenzen mit ein. Dazu zählen zunehmende chronische Krankheiten und Infektionen, infolgedessen zunehmender Handlungsbedarf und Kostensteigerung. Resultierend aus der Gegenüberstellung gilt das Hauptaugenmerk im Schweizer Gesundheitssystem der Prävention und Gesundheitsförderung. Damit ist eine Fachkommission beauftragt.

    Die Besonderheit im Schweizer Gesundheitssystem beruht auf den unterschiedlich gelagerten Verantwortlichkeiten. Diese liegen in der Hand von Bund, Kantonen und Gemeinden gleichermassen. Entsprechend unterscheiden sich die politischen und wirtschaftlichen Belange, die untereinander und mit den nationalen Erfordernissen im Gesundheitssystem kollidieren können. Daneben müssen die Ansprüche der Krankenkassen als private Träger und die der Versicherten als Betroffene berücksichtigt werden. Um das Schweizer Gesundheitssystem zu optimieren, müssen all diese Aspekte möglichst in Einklang gebracht werden. Im Jahr 1998 wurde aus diesem Grund die im BAG eingegliederte “Nationale Gesundheitspolitik Schweiz” gegründet, deren Aufgabe es ist, die verschiedenen Interessen zu vereinen. Als Basis dienen die statistischen Daten und Auswertungen des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums.

    Voraussetzung für eine gemeinsame Lösungsfindung im Gesundheitssystem Schweiz ist zunächst ein offener, übergreifender Austausch und die Erörterung relevanter Themen zwischen Bund und Kantonen. Zu diesem Zweck treffen Vertreter des Eidgenössischen Department des Inneren, der Kantone und Ämter in regelmässigen Abständen zusammen. Dies deckt allerdings nur einen Teilbereich der notwendigen Massnahmen im Schweizer Gesundheitssystem ab. Prävention und Gesundheitsförderung liegen ebenso im Interesse und damit im Verantwortungsbereich der Krankenkassen wie bei Ihnen als Betroffenen, die bei den Krankenkassen versichert sind. Das Gesundheitssystem Schweiz kann also als ein nationales Gemeinschaftsprojekt betrachtet werden.

    Um das Schweizer Gesundheitssystem zu optimieren, appelliert das BAG daher auch an die Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen. Aufgabe der Krankenkassen diesbezüglich ist die gesundheitliche Aufklärung. Denn, wenn weniger Krankheiten auftreten, entsteht auch weniger politischer Handlungsbedarf und wirtschaftlicher Aufwand. Dieser Bereich im Gesundheitssystem wird als Gesundheitskompetenz bezeichnet.

    Gesundheitskompetenz betrifft die Haltung des Einzelnen und das soziale Miteinander im gesellschaftlichen Aufeinandertreffen, wie es an Arbeitsplätzen, Schulen und in anderen Einrichtungen stattfindet. Das Wahrnehmen der Eigenverantwortlichkeit funktioniert aber nur, wenn auch die Bedingungen dazu gegeben sind. Hier ist wiederum die Politik in der Verantwortung, ein Umfeld zu schaffen, welches eine gesunde Lebensweise ermöglicht. Um die Gesundheitskompetenz im Gesundheitssystem Schweiz zu verankern, liegt seit 2009 ein Gesetzesentwurf zur “Prävention und Gesundheitsförderung” vor. Ziele dieses Gesetzes sind der Erhalt Ihrer Gesundheit, damit verbunden eine Einschränkung der medizinischen Kosten und infolgedessen die wirtschaftliche Stabilität der Schweiz.

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